Kalkschulter

Die Kalkschulter wird in der Fachsprache als Tendinosis calcarea bezeichnet. Nach Uhthoff werden drei Phasen unterschieden (Präkalzifikation, Kalzifikation und Postkalzifikation mit Resorption). Beweisend ist die einfache Röntgenuntersuchung, mit der Kalkdepots - häufig im Ansatzbereich der sog. Supraspinatussehne – zuverlässig gesichert werden können. Die genannten Stadien lassen sich anhand der Einteilung nach Gärtner (Typen I-III) gut nachvollziehen. Vor allem im Stadium der Resorption ist die Erkrankung hoch schmerzhaft. Sie spricht dennoch auf konservative Maßnahmen mit Kortisoninjektion und Gabe eines NSAR gut an.


Mit gutem Erfolg kann eine Stoßwellenbehandlung durchgeführt werden, diese wird derzeit allerdings nicht von den gesetzlichen Versicherern übernommen. Nach erfolgloser konservativer Therapie über 6-9 Monate werden verbliebene Kalkdepots vom Typ I und II nach Gärtner arthroskopisch entfernt. Die postoperative Rekonvaleszenz beträgt 2-4 Wochen.

Darstellung eines Kalkdepots vom Typ II nach Gärtner im Röntgenbild

Intraoperatives Aufsuchen des Kalkdepots mittels Hohlnadel mit anschließender Entfernung