Oberarmkopfbruch

Der Bruch des Oberarmkopfes stellt bis heute die Problemfraktur des menschlichen Skeletts dar. V.a. ältere Menschen mit Osteoporose sind häufig nach einem Sturz betroffen. Einige dieser Brüche eignen sich für eine konservative Behandlung. Instabile und verschobene Brüche müssen dagegen eingerichtet und stabilisiert werden, hierfür werden Nägel oder Platten aus Titan verwendet. Inzwischen ist eine Nagelosteosynthese auch in arthroskopischer Technik möglich. Kommt es in der Folge des Bruchs zu einem Untergang des Knochens (Humeruskopfnekrose), wird eine Folgeoperation mit Wechsel auf eine Oberarmkopfprothese unvermeidlich.

 

Eine prothetische Versorgung kann bei Trümmerbrüchen bereits in der primären Unfall-

situation erforderlich sein, was aufgrund der eher problematischen Ergebnisse der sog. Frakturprothesen möglichst vermieden wird. Bei sehr alten Patienten kann dieses Problem durch Verwendung einer sog. inversen Prothese umgangen werden. Die Rekonvaleszenz ist langwierig, das funktionelle Endergebnis wird häufig erst nach 6-12 Monaten erreicht.

Postoperatives Röntgenbild nach arthro-skopischer Einrichtung und Stabilisierung mittels Titannagel

Inverse Prothese: durch die Montage des Prothesenkopfes auf die Pfanne kann die Funktion der Rotatorenmanschette durch die Muskulatur übernommen werden